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Mit “twitter” getaggte Einträge von rainboxx - Matthias Dietrich

Vorweg: was ist Twitter? Wahrscheinlich kennt jeder der Leser Twitter schon, aber dennoch hier eine kurze Erklärung:

Twitter ist ein Microblogging-Tool. Man hat 140 Zeichen zur Verfügung und kann dort hineinschreiben, was man gerade tut. Setzt man ein @-Zeichen gefolgt von eine Twitter-Benutzernamen nach vorne, antwortet man diesem Benutzer, über diverse Tools wird auch der jeweilige beantwortete "Tweet" referenziert. Mit einem 'd' gefolgt von einem Leerzeichen und dann einem Twitter-Benutzernamen kann man eine Direktnachricht an diesen Benutzer schicken, die nur von dem Sender und dem Empfänger gelesen werden kann.

Seit Jahren denke ich, Twitter ist ein sinnloses Tool. Ich habe nie verstanden, warum so viele Leute darauf abfahren und ihren Tag dort beschreiben oder was sie gerade tun. Ich kam einfach nicht dahinter, es machte keinen Sinn für mich. Also habe ich ein Experiment gewagt und meinen schon lange brachliegenden Benutzernamen in die Hand genommen und angefangen zu twittern.

Inzwischen habe ich 18 follower (Personen, die meine Tweets lesen) und folge 22 anderen Personen. Das sind im Vergleich zu anderen Twitteren nicht viele, reicht momentan aber völlig - ich habe ja nicht den ganzen Tag Zeit, Twitter zu lesen. Unter den Tweets sind eigentlich nur wenig Texte mit dem Sinninhalt eines Satzes wie "ich gehe gerade auf's klo". Vielmehr wird Twitter als ein halb-öffentlicher Chat verwendet. Im Unterschied zu einem normalen Chat werden die Nachrichten nicht gezielt an eine Person geschickt, sondern einfach nur veröffentlicht. Damit ist niemand gezwungen, in die Konversation einzusteigen sondern jedem steht es frei, etwas beizutragen.

So habe ich mitbekommen, dass sich Leute über Twitter verabreden, nur dadurch, dass eine Person schreibt, sie gehe jetzt an einen bestimmten Ort. Oder auf der LeWeb-Konferenz letzte Woche: Loic Le Meur, der Organisator, hatte per Twitter gebeten, ihm eine Apple Remote zu bringen (eine Fernbedienung für den Mac). Ein paar wenige Minuten später hatte sich mindestens eine Person im Veranstaltungsraum gefunden, die sie ihm bringt.

Es gibt also durchaus sinnvolle Anwendungsfälle für Twitter, vorne weg als Informationskanal für Firmen (die Bahn twittert z.B. über Verspätungen ihrer Züge). Aber natürlich gibt es auch die andere, nicht so sehr nützliche Seite. Z.B. wenn private Leute über ihren Alltwag twittern. Ich habe für mich noch keinen sinnvollen Anwendungsfall zum selbst twittern gefunden, lese eher oder beteilige mich an Diskussionen. Ich werde aber meinen Account beibehalten und weiterhin fleißig mitlesen und auch ein wenig schreiben - vielleicht finde ich mal einen Use-case. Zu erreichen ist mein Twitter-Account hier: http://www.twitter.com/rainboxx.